18.03.2006 Hildesheim, Kulturfabrik
Joch'n Roll
Das inzwischen 16. Joch'n'Roll Fest fand im Regenbogen in Hameln unter Mitwirkung von 25 Bands aus dem Um-, In- sowie Ausland statt. Auf drei Bühnen wurde wiedereinmal für den guten Zweck gerockt was das Zeug hält. Die Einnahmen des Abends werden der Unterstützung eines aus dem Kreis Hameln stammenden und mehrfach behinderten Mädchen zu Gute kommen. Um die Vielzahl der Bands in einen angemessenen zeitlichen Rahmen zu stecken wurde auf den zwei Indoor-Bühnen abwechselnd gespielt um so die Umbauzeiten auf der jeweils anderen Bühne zu überbrücken und so einen nahtlosen Übergang bei den Bands zu schaffen. Dass sich dies auch zum Nachteil erweisen konnte sollte sich aus meiner persönlichen Sicht später beweisen. Die dritte Bühne befand sich auf dem Außengelände der Regenbogen, was auch gewisse Tücken mit sich brachte. Leider war es bis dahin zunächst ein noch sehr langer Weg. Der eigentlich kurze Weg nach Hameln erwies sich als schwieriger als gedacht und nach guten 120km Umweg auf den Strassen Süd-Niedersachsens und Umgebung sowie mehr 2 1/2 Stunden Verspätung kamen wir endlich auf dem Parkplatz nahe der Sumpfblume zum Stehen - bereits erschöpft und mehr als genervt.
Endlich im Veranstaltungsraum sollte sich die Laune jedoch nicht sonderlich verbessern. Durch Verzögerungen oder sonstiges war mir auch die nächste Zeit nicht klar wer gerade auf der Bühne sein Können unter Beweis stellte. Da dies zumindest drinnen nicht großartig vom Hocker riss trieb es uns nach draußen. Dort gab es immerhin was zu sehen: Zwei junge Herren hatten ihren Spaß auf dem vom Boden zur reinsten Schlammgrube verwandelten Boden und wälzten sich was das Zeug hielt zur spielenden Band. Von der ich immer noch nicht wusste wer sie sind. Aber weder Wetter noch Band überzeugten, also zurück rein. Denn alsbald hieß es hin zur Mainstage, denn in der Running-Order war ein Surprise Act versprochen. Dieser waren die SUPERSTARFUCKERS aus Osterode, die für eigenwillige Coverversionen allseits beliebter Pop- und Rocksongs bekannt sind. Dass jedoch gerade die Superstarfuckers ihren Platz in dem doch von Metal- und Hardcoreklängen dominierten Line Up fanden wunderte mich zunächst stark, da ich ihren Sound als nicht derartig hart wie an diesem Abend präsentiert in Erinnerung hatte. Vielleicht ein Zeitpunkt um mein eher negativ geprägte Bild über diese Band aufzufrischen. Denn mit Coverversionen von Hits wie 'Land Down Under', 'Born To Be Wild' oder Ace Of Base's 'All That She Wants' boten die 4 Herren den bisher saftigsten Auftritt des sich zum Abend neigenden Tages und brachten das Publikum mehr und mehr in Tanzlaune. Auf die nächste Band war ich im Voraus mehr als nur gespannt: Es handelte sich um TWENTY INCH BURIAL aus Portugal die sich auf der kleinen Bühne sichtlich wohl fühlten und mit ihrem Mix aus Metal und Hardcore ordentlich die Luft auch vor der Bühne zum brennen brachten. Eine wirklich sehr überzeugende Show der fünf Lissaboner, die zur Zeit gemeinsam mit DAYS IN GRIEF die deutschen Bühnen zum beben bringen.
Diese wiederum boten direkt im Anschluss auf der Mainstage 45min lang eine ebenfalls ausgezeichneten Auftritt mit Songs sowohl von der alten Platte 'Portrait Of Beauty' als auch vom aktuellen Album 'Behind The Curtain Of A Modern Tomorrow'. Days In Grief wie gewohnt kraftvoll sowohl im Sound als auch bewegungstechnisch auf der Bühne.
Dank der vorrausgegangen drei Bands waren die leidige Anfahrt, das miese Wetter und die nicht sonderlich arschtretenden Bands der frühen Abendstunden vergessen und der Abend konnte schon jetzt als positives Erlebnis verbucht werden. Während auf der kleinen Nebenbühne Analohg versuchten das Publikum zu begeistern bot sich dieser Zeitpunkt an erst einmal das üppige Angebot an Merch-Artikeln zu durchforsten.
Das große Finale leiteten geschlagene 8std nach Beginn der BORN FROM PAIN ein als sei eine Bombe explodiert. Das Publikum hielt nun nichts mehr und sowohl vor als auf der Bühne ging es deftig zur Sache. Der brachiale Hardcore Sound, der die Niederländer in ihrer bereits neunjährigen Bandgeschichte in Europa und darüber hinaus bekannt machte traf auch in Hameln den Geschmack der Masse. Pure Energie die selbst die Nasenflügel zum wackeln brachte!
Den Schlusspunkt setzten nach einer 30min Überbrückung - anders waren bei den letzten grandiosen Auftritten auf der Mainstage das Geschehen auf der kleinen Bühne leider nicht zu beschreiben - die Metal-Dänen von Raunchy.
KOMMENTARE
Keine Einträge vorhanden
Konzertbericht | Konzertfotos
04.02.2006Alfeld - Treff
Leftover, Jack Rose
Konzertfotos
11.02.2006Hannover - Korn
Generation Fuck, Jack Ros...
Konzertfotos
22.09.2006Alfeld - Splitted Festival II







