16.09.2005 Bad Salzdetfurth, Berg
Rock am Berg
Generation Fuck, Leftover, Marmelade Cats, Big Boy Caprice, scheint sich doch gut anzuhören, wenn der Preis stimmt. Ja der Preis hat gestimmt, denn es hat ganze 0 Euro Eintritt gekostet, dazu noch 1,50 für ein kühles Becks, 1 Euro für Pommes und ein leckeren Dönerstand. Wo und Wann?? Ja letzten Samstag in Bad Salzdetfurth, genannt auch Rock am Berg, was dem Namen alle Ehre machte, denn es war ganz oben auf dem höchsten Berg ;)
Zu der Location sei gesagt, schön im Wald gelegen, feste Feldwege, also keine Schlammschlacht, allerdings der Nachteil, das es draußen war. Zum Glück hatte es nicht geregnet. Es war teilweise Sonnenschein, bei Temperaturen am späten Abend bei rund 8°C brauchten wir leider doch schon ein paar mehr Pullis und Jacken zum überziehen..
Den Anfang vor rund 20-30 Zuschauern machten Freiflut, die scheinbar keiner wirklich kannte und nicht jeder sehen wollte, was mich doch stark wunderte, denn was man sah, war schöne deutsche Rockmusik aus der Mischung von den Sportfreunden und Madsen, obwohl ich mehr zu Madsen tendiere. Die 3 Jungs haben mich echt begeistert, mit einem Sänger der mich an Peter von den Sportfreunden erinnert. Nach 30 min war die Show allerdings schon vorbei.
Es folgte die nächste Band, die sich Camborella nannten. Ja wer denkt, der Name hört sich komisch an, was soll man groß sagen, überzeugen konnten die Jungs aus Elze nicht wirklich. Dumpfes Intro und Sangeskünste, die sie teilweise lieber in ihrem Proberaum lassen sollten. Über Musikgeschmack lässt sich streiten aber na ja gut, kommen wir zur 3. Band des Abends, nämlich die 3 Leftover Jungs aus Alfeld. Genau wie gestern in der Löseke sind sie kurzfristig für die Honkeytunes eingestiegen, die es ja bekanntlich nicht mehr gibt. Über den Auftritt braucht man nicht viel zu sagen, wenn man Leftover kennt. Vom Anfang an volles Brett gegeben und den nun schon rund 100 Zuschauern eine erstklassige Show abgeliefert, leider nur 30 min und schon als 3. Band, was sehr schade war.
Nach der kleinen Umbauphase folgten gleich die Marmelade Cats, die man auch schon vor 2 Wochen in Sarstedt sehen konnte.
Ein Katzen ähnlich geschminkter Sänger mit ansehnlichen Kontaktlinsen und die weitern 4 Mitglieder, die man auf dem FAK Konzert schon einmal in Alfeld betrachten konnte, zeigten sich von ihrer bekanntlich guten Seite. Obwohl der Gig im Klecks nicht schlecht war, konnte man diesmal tontechnisch große Fortschritte machen und nun auch Live nicht den Vergleich mit Korn und System Of A Down scheuen sollte. Auf ihrer Homepage könnt ihr auch die wirklich sehr guten Lieder anhören. Es lohnt sich!
Vor ein paar Monaten als wir Overdraft in Dieckholzen sahen, gab es eine Band, namens Big Boy Caprice, als Vorband. Die es auch auf den Pro Punkrocker 4 zu hören gibt. Damals schon kein schlechter Gig, diesmal sah man sie wieder. Punkrock vom feinsten, müsste man sagen, was die Jungs aus Hannover da ablieferten. Die Show war etwas lahm, bis auf die mitgereisten Fans, sie gaben den Zuschauern Sprungkünste der ganz besonderen Art zu sehen. Die Songs wirkten leider allgemein sehr einseitig, aber vielleicht war es auch die bereits klirrende Kälte auf dem Berg, die einem die Realität weg nahm ;) Was tat man also, nach Big Boy Caprice, man ging zum Auto und drehte dort die Heizung auf vollste Stufe um so Ohren, Nase und alles andere wieder aufzuwärmen, was sehr sehr gut tat. Wir verpassten die nachfolgende Band, Farbe 5 und stellten fest, das der Zeitplan sehr auseinander geraten war, nämlich fingen Cumshot nicht um 20.00 sondern so 21:00 Uhr an. OK, Die Truppe kennt keiner, also mal anhören, schließlich spielt danach G-Fuck, dachte man sich. OK zu Cumshot sei gesagt, eine Band aus 6-7-8?? Mitgliedern, Trompeten und andere komische Instrumente die scheinbar nach Lust und Laune gespielt wurden und eine komische Musikart, Reggae?? Entstand. Auf jedenfall brachten sie die Zuschauer komischerweise zum tanzen, was alle Bands zu vor nicht schafften. Naja nicht so wirklich mein Geschmack gewesen, passte nicht in das Programm, aber gut, über Gitarre und Gesang, gibt’s nichts zu meckern, das war klasse! Guuut, nun kommen wir zum Headliner, Generation Fuck, die wir ja schon auf unserem Splitted Festival bestaunen konnten.
Zwar spielten sie nicht um 21:00 sondern erst irgendwann gegen 22:20 Uhr, wegen kleinen technischen Problemen. Eine typische G-Fuck einwandfreie Show, wo alles dabei war, geile Sprungeinlagen, Fassbier für die Zuschauer und den täglichen ärger über verlorene 96 Spiele. Einzig das Publikum war wirklich nicht mehr sehr zahlreich vertreten. Also es waren keine 80 Zuschauer, die sich leider auch nicht groß bewegten. Gegen 23:15 war dann auch Schluss für diesem Abend.
Alles in allem ein gelungenes Event, was noch mehr Zuschauer anlocken sollte. Ich sage mal so knapp 200 waren es. Aber bei einem Festival für 0 Euro könnten es dann doch schon ein wenig mehr sein! Trotzdem freut man sich auf das nächste Jahr!
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