04.11.2011 Hannover, Musikzentrum
5Bugs, Alpha Academy
Den Opener haben wir verpasst. Toursupport sind Alpha Academy aus Göttingen. Eine Band, die nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums "The Promise Of The Light" viel Aufmerksamkeit geerntet hat. Vor allem durch Toursupports für Revolverheld und Die Happy haben den Namen Alpha Academy durch die Republik getragen. Mit inzwischen neuem Gitarristen und temporärem Ersatz an der Schießbude (Schlagzeuger Niko war zwar dabei, konnte jedoch auf Grund einer Op nicht spielen) bieten die 4 eine nette Show. Dass sie mit fast aalglattem Poprock niemanden verschrecken dürfte ihnen klar sein. Dass sie damit leider auch wenig greifbar und immer mit einem Fuß in der Beliebigkeit stehen ist nur logisch. Songs wie "Wake Up" gibt es leider auf der Welt zu viele, als dass man ihn von Alpha Academy besonders gut fände. Aber die Show ist nicht schlecht. Mit ihren wohl besten Song "Walls" eröffnen sie das Set, was immer dann für Aufsehen sorgt, wenn sie zu kurzen Cover-Episoden ansetzen ("Last Resort", "Dynamite"). Es gibt auch 2 neue, unveröffentlichte Songs zu hören. Wenn die Band – allen voran Sänger Dominik – jetzt ein bisschen an Unverwechselbarkeit und Charakter schraubt bin ich gespannt auf das nächste Jahr.
Und dann kommen die 5Bugs aus Berlin. Eine unerwartet kurze Umbaupause. Kein Soundcheck. Kurzes Intro. Da sind sie. Gleich mit der aktuellen Single "The Poisoner", gefolgt von der letzten "We Are The Everlasting". Nach fast 3 Jahren sind die "Büchsen" wieder rotziger als noch zu "Best Off" Zeiten. Das merkt man auch der Live-Show an. Es gibt wenig Verschnaufpausen, oft folgen 2-3 Songs direkt hintereinander.
Auch auf dieser Tour werden die Hits vom 2006er Erfolgsalbum "Tomorrow I'll Play God" noch am lautesten mitgesungen. Doch auch "Vora City" scheint von den Fans oft genug gehört worden zu sein, so dass es nur wenige Songs dauert, bis sich ein zuverlässiger Pit vor der Bühne gefunden hat. Das Musikzentrum ist zwar alles andere als ausverkauft – noch dazu der Rang geschlossen – trotzdem ist es angenehm gefüllt.
Die 5Bugs bieten auf ihrer Jubiläumstour einen erfreulichen Querschnitt durch die Songs der letzten 10 Jahre. Mit einem Gewicht auf der neusten Platte, logisch. Inzwischen sind sie eine dieser Bands, bei denen man erst auf dem Konzert merkt, wie viele Jahre diese Musik einen schon begleitet. Bei einer Rockshow will man natürlich nicht von Nostalgie reden. Trotzdem verbindet man mit "Fighting In The Name Of Rock'n'Roll" andere Zeiten, als die heutigen. Lediglich das Debut-Album "To No One Else Except You" kommt etwas zu kurz, bzw. nicht vor.
Kleine technische Probleme bei Gitarrist Flo werden mit sympathischen Ansagen überspielt und fallen so nicht wirklich ins Gewicht. Beide Bands sind übrigens bei einem super Sound durchgehend gut zu verstehen. Vereint werden Alpha Academy und die 5Bugs noch einmal bei "Autmatic". Während auf Platte noch Freunde von Itchy Poopzkid, One Fine Day und Co mitsingen wird die Band hier komplett ausgetauscht. 5Bugs runter, Alpha Academy rauf auf die Bühne und weiter geht's. Zum letzten Chorous wird wieder zurück getauscht.
Zugaben sind fest ins Set eingeplant, also gibt es kein langes Fackeln und es geht noch einmal für einige Songs los. Auf das gesamte Set betrachtet bewegen sich auch die 5Bugs in einem recht kleinen Spektrum, was es schwer macht einzelne Hits hervor zu heben. Sicherlich hat der/die ein oder andere auf bestimmte Songs gewartet, aber so wirklich gefehlt hat nichts. Was daran liegt, dass dieses Verlangen mit anderen Songs genauso bedient wird. Also gehen alle mit einem wohligen Gefühl nach Hause. Die 5Bugs kommen sicher gern zurück nach Hannover und die Landeshauptstadt freut sich schon drauf!
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