13.11.2009 Hamburg, Grosse Freiheit 36
Bring Me The Horizon, A Day To Remember
An diesem Freitag sollte es nach Hamburg zu einem schon lange angekündigten Konzerte zweier mittlerweile sehr beliebter Szenegrößen gehen. Als Vorband waren August Burns Red angekündigt. Die Metalcore-Band aus Pennsylvania wäre mit Sicherheit einen Besuch wert gewesen und waren definitiv nicht die letzte Band, wegen der es nach Hamburg ging.
Leider hätte man die Einlass-Uhrzeit 18:30 Uhr ernster nehmen soll. Als Hamburg um 20 Uhr erreicht wurde, fingen schon A Day To Remember an. August Burns Red also leider verpasst ging es in die gerammelt volle Grosse Freiheit 36. Fast niemand im Saal stand still, als die 5 Kerle aus Florida die Hits von ihren beiden Erfolgs-Alben zum besten gaben. Sowohl vor der Bühne als auch auf ihr gab es eine erstklassige Show. Neben einem sauber abgemischten Sound überzeugte auch die Band durch ein sauberes Spiel.
Ein wenig gesondert sollte man den Sänger betrachten. Ich persönlich hatte so meine Befürchtungen, nachdem ich im Internet doch eher zweifelhafte Live-Leistungen gesehen hatte. Zwar war der Gesang, besonders das Shouten, in Hamburg deutlich besser, allerdings wurde es bei den Pop-Chori-Passagen schon deutlich enger. Schade, denn diese machen einen großen Teil von A Day To Remember aus. Trotzdem war es ein Fest ADTR live zu sehen, besonders wenn die Lieder von CD schon in Fleisch und Blut übergangen sind.
Nachdem man vom reinen Zuschauen schon durchgeschwitzt war, ging der Umbau los. Obwohl das Equipment der Band schon auf der Bühne stand dauerte es seine Zeit, bis die englischen Deathcorer von Bring Me The Horizon los legen konnten. Zum Glück sicher im Fotograben untergebracht ging es mächtig los. Als erstes knallte ein riesiger, leuchtender BMTH-Schriftzug in die Augen. Fett!
Die Tanzart vor der Bühne wurde etwas härter und man konnte das eine oder andere Gekreische wie bei Teenie-Bands hören. Bring Me The Horizon lieferten in jedem Fall eine dicke Show mit viel Bewegung ab. Gerade bei dieser Musik blieb nichts anderes übrig als über das Publikum nach zu denken. Der Altersdurchschnitt war relativ niedrig und die Dichte an Klischee-Frisuren ziemlich hoch.
Leider musste die Grosse Freiheit bereits um 10 Uhr verlassen werden, und dass ohne wirkliche Erklärung, warum Bring Me The Horizon nun Headliner waren, und nicht A Day To Remember.
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