10.09.2009 Alfeld, Treff

Uncommonmenfrommars, On Off, Steve From England

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Sowohl Uncommonmenfrommars als auch On Off sind heute zum zweiten Mal im Alfelder Treff zu Gast. Beide hatten damals keine sonderlich berauschenden Zuschauerzahlen, vermutlich sogar das selbe Publikum, denn Alfeld ist klein. Heute - an einem Donnerstag - sollte es also mindestens doppelt so gut werden. Und das wurde es.

Steve From England aus Hannover machten den Anfang. Man kann sich getrost als Newcomer und Geheimtipps bezeichnen. Ihre erste Show liegt noch nicht all zu lang zurück, ihre Demos haben dafür um so beachtlichere Kreise gezogen (splitted.de berichtete). Die noch fehlende Routine ist dennoch manchmal zu spüren. Im Positiven (unbedarft und locker), aber auch im Negativen. Öfter fehlten Ansagen dort, wo unkoordiniert geschwiegen wurde. Schade, aber in Angesicht ihrer Bandgeschichte zu verschmerzen. Musikalisch gab es - und das soll überwiegen - wenig zu meckern. Ihr cliché-freier Mix aus Punkrock und (oldschool) Hardcore bewegte sich nicht weit von den bekannten Songs aus dem Netz weg, kam also auf den Punkt. Alle verfügbaren Demos wurden gespielt und kamen gut an. Es gibt weiß Gott dankbarere Positionen als unter der Woche Opener in einem kleinen Club der Provinz zu sein, aber die 5 Hannoveraner haben auf sich aufmerksam machen können und ich denke jeder würde wieder kommen, kämen sie ein zweites Mal ins Treff. Nicht nur der Abwechslung des Abends tat diese Band gut.

Es folgten On Off, die ich zu meiner Schande verpassen musste. Trotzdem konnten die Franzosen von Uncommonmenfrommars die anfänglich gute Stimmung nach meiner Auszeit wieder aufgreifen und noch einiges draufsetzen. Punkrock sollte immer etwas so natürliches und mitreißendes haben wie bei dieser Band. Uncommonmars bestehen übrigens aus Drillingen und einem Freund. Am Merch saß die Schwester der Drillinge. Ein sich zum Verwechseln ähnlich sehendes Familienunternehmen. Bis zu einem bestimmten Punkt boten sie eine sehr gute Punkrock-Show inklusive jeder Menge Up-Tempo, "Hey-Hey"s und Pogopotential. Doch dann kam der Wendepunkt. Die Band begab sich in den Zuschauerraum, sprang im ganzen Treff herum, die Saalbeleuchtung blendete, das Publikum verteilte sich auch auf die Bühne und es wurde ein unvergessliches Konzerterlebnis. Auf einmal war man mitten drin und alles war anders. So viel Einsatz seitens einer Band sieht man selten. Das wurde natürlich auch gebührend erwidert, sodass sich auch die Zugaben an ungewohnten Stellen abspielten. Herrlich! Es war ein Erlebnis für alle, die dort sein konnten, für alle anderen bedauernswert, dass sie es nicht waren. Ein Abend der - begleitet von jeder Menge schwacher Wortwitze from everyone - es wert war am Freitag verkatert arbeiten zu gehen.

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Autor:

Michael Breuninger