Little Murder

Cover von der DVD Little Murder

Eine ziemlich verunsichernde Mischung aus Thriller, Myteryfilm und Krimi liefert Regisseur Peter Antonijevic mit LITTLE MURDER ab. Was zu Beginn noch nach einem ziemlich einfachen Krimi aussieht, bekommt recht bald zu seinen Thrill-Elementen noch eine gehörige Portion Übernatürliches dazu, wodurch man als Zuschauer nicht so gang genau weiß, woran man nun letzten Endes ist. Ein weiteres Problem, welches LITTLE MURDER mit sich bringt, ist die Ermangelung eines wirklichen Höhepunktes über weite Strecken der Gesamtspielzeit. So muss man schon relativ angestrengt am Ball bleiben, um der Handlung noch weiter folgen zu können.

Der Polizist Ben Chaney (Josh Lucas) erschießt bei einem Einsatz versehentlich einen unbewaffneten Jugendlichen, der nur zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Nach diesem Vorfall verliert er sein Selbstvertrauen, flüchtet sich in Alkohol und wird infolge dessen auch dienstlich nur noch zu Einsätzen gebeten, bei denen man an sich nichts verkehrt machen kann…
Als er dann an einem Tatort den Geist der ermordeten Corey (Lake Bell) sieht, die ihn zudem auch noch verfolgt und anspricht, dass er unbedingt ihren wahren Mörder finden muss, damit ihre Seele in Frieden ruhen kann, denkt er zunächst, dass er langsam aber sicher überschnappt und definitiv zu viel trinkt.
Wie sich aber zeigt, hat Corey durchaus Hintergrundwissen und kann entsprechend keine Halluzination sein. Es beginnt eine Spurensuche, bei deren Ermittlungen Chaney regelmäßig gegen den Willen seiner Vorgesetzten handeln muss, um voranzukommen. Je näher er dem wahren Täter kommt, desto gefährlicher wird der Einsatz für ihn selbst. Ist der exzentrische Schauspieler (Terrence Howard), den er beschatten soll, tatsächlich in den Fall verstrickt, oder handelt es sich, wie schon so oft, um reine Polizeiwillkür, die dem Mann widerfährt, seit er als Opfer von Polizeigewalt gegen die Behörde geklagt hat und einige Polizisten auf die Straße gesetzt hat?!? Zudem muss Ben einen inneren Konflikt austragen:, denn Coreys Geist ist die einzige, die ihn und seine Gesellschaft überhaupt noch zu schätzen weiß, und wenn er ihr nun hilft, wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach für immer verschwinden…

Ein wenig geradliniger, ein wenig mehr Action über die gesamte Laufzeit, und etwas weniger „Ghost- Nachricht von Sam“, und aus LITTLE MURDER hätte ein richtiger Hit werden können. Schauspielerisch ist hier alles im grünen Bereich, und auch die Kulisse um ein vom Hurrikan Katrina verwüstetes New Orleans will perfekt zur Handlung passen. Es ist aber ungemein schwierig, der Handlung zu folgen, ohne dabei gedanklich völlig abzudriften und dann nicht mehr zu verstehen, wer nun aus welchem Grund überhaupt wie handelt.

splitted.de empfiehlt

Treylius Management
Divinity II - The dragon knight saga

Zurück zur Übersicht


Autor: Matthias Dziony

Mehr zu Little Murder

http://www.universumfilm.de/filme/113992/little-murder-spur-aus-dem-jenseits.html

Veröffentlicht von: Universum Film

Release am: 20.04.2012