A Beautiful Mind
Mit insgesamt vier Oscars im Jahr 2001 versehen (unter anderem als bester Film), schafft es A BEAUTIFUL MIND nun auch noch auf Blu Ray Disk. Zu Recht, wie wir finden, allerdings ist die HD-Qualität des Films nicht mit aktuellen Blockbuster-Streifen zu vergleichen. Das spielt allerdings nur eine nebensächliche Rolle, denn in A BEAUTIFUL MIND geht es insgesamt sowieso eher um den Inhalt, die Geschichte, und das schauspielerische Talent der Akteure, als um pure Bildqualität.
John Nash (Russell Crowe) ist Mathematiker, ein sehr introvertierter, teilweise etwas in seinem Verhalten seltsamer Mensch, der sich mittels Stipendium an der Princeton University aufhält und dort nach einem neuen mathematischen Ansatz sucht, der seinen Namen verewigen soll.
Letztendlich gelingt ihm das auch, und sein Genie wird nicht nur von den Mathematikern erkannt, sondern auch vom Geheimdienst, die Nash nun regelmäßig in ihren Dienst nehmen, um Codes zu knacken.
Doch der Druck, der auf dem ohnehin schon exzentrischen Mann mit leicht autistischen Zügen lastet, ist zu groß, und er entwickelt eine paranoide Schizophrenie, aus der er ohne fremde Hilfe nicht heraus kommen wird. Doch den Unterschied zwischen Phantasie und Realität zu erkennen und zu akzeptieren, wird zu einer großen Herausforderung…
Unglaublich, wie intensiv Russell Crowe es vermag, sich in die Rolle des John Nash hinein zu fühlen. Seine Darstellung ist es, die diesen Film trägt, denn weniger glaubhaft hätte dem Film wahrscheinlich seine Qualität genommen. So aber schafft er es im Handumdrehen, den Zuschauer zu faszinieren, für Nash mitzufühlen und sich mit seinen Problemen zu identifizieren. Aber auch Ed Harris als William Parcher vom Pentagon überzeugt auf ganzer Linie. Jennifer Connelly als Nashs Ehefrau Alica punktet durch Mitgefühl und bedingungslose Liebe zu ihrem Mann.
A BEAUTIFUL MIND ist mit Sicherheit nicht nur eine Charakterstudie, sondern auch ein mitreißendes Drama, das durch viele unterschiedliche Aspekte zwischendurch auch Thriller-hafte Spannung aufkommen lässt. Am ehesten vielleicht noch vergleichbar in seiner Wirkung mit „Der Club der toten Dichter“, kann man Regisseur Ron Howard nur für seine Leistung auf die Schulter klopfen und allen diesen Streifen ans Herz legen, die auch gerne mal einen etwas ruhigeren Film genießen können, der ohne ausufernde Special Effects auskommt, ohne dabei zu langweilen. Und um auch Zweiflern die Angst zu nehmen: man muss keinen Mathematik-LK belegt haben, um den Film zu verstehen. Diesbezüglich überlässt man die Gehirnleistung voll und ganz den Princeton-Besuchern und wälzt keine Transferleistung auf den Zuschauer ab.
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Autor: Matthias Dziony
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http://www.paramount.de/Programm/1946/A%20Beautiful%20MindVeröffentlicht von: Paramount Home Entertainment
Release am: 19.04.2012






