Archiv der Kategorie: Sinclair Classics

Sinclair Classics – 19: Horrorfest am Galgenhügel (Lübbe Audio)

sinclair classics 19Auch bei der Serie SINCLAIR CLASSICS geht es mit Folge 19 „Horrorfest am Galgenhügel“ nach einer etwas längeren Pause wieder weiter. Zum zehnten Mal schlüpft Dietmar Wunder in die Rolle des noch recht jungen und unerfahrenen Geisterjägers, inzwischen ist er hierbei absolut routiniert und cool am Werk. Worum es beim besagten Horrorfest nun geht, das erfahrt ihr in unserer Review. Weiterlesen

Sinclair Classics – 18: Die Armee der Unsichtbaren (Lübbe Audio)

sinclair classics 18Weiter geht es in der Reihe SINCLAIR CLASSICS. Folge 18 mit dem Titel „Die Armee der Unsichtbaren“ fällt allerdings meiner Ansicht nach deutlich aus der Reihe. Zum einen hat man es nicht mit dämonischen Kräften zu tun, zum anderen entfällt damit sämtlicher Gruselfaktor. Stattdessen wird uns eine Folge präsentiert, die reich an Action ist und extrem geradlinig auf ein Finale zusteuert, das für eine Sinclair-Folge ebenfalls absolut ungewöhnlich ist… Weiterlesen

John Sinclair Classics – 17: Die teuflischen Schädel (Lübbe Audio)

sinclair_classics_17Eine neue Folge JOHN SINCLAIR CLASSICS steht ins Haus. „Die teuflischen Schädel“ machen sich selbstständig und greifen alle Leute in ihrer Umgebung an. Dahinter steckt allerdings noch eine ganz andere Geschichte, die es in Folge 17 zu erforschen gilt. Der immer noch recht unerfahrene John Sinclair nimmt sich der Sache an und gerät dadurch schon bald in Lebensgefahr… Worum es im Einzelnen genau geht, erfahrt ihr wie immer bei uns. Weiterlesen

Sinclair Classics: 16: Der Gnom mit den Krallenhänden

sinclair_classics_16Weiter geht es mit SINCLAIR CLASSICS. Die Spin-off-Serie erzählt die Anfänge vom späteren Profi-Geisterjäger, zeigt, wie aus einem ganz normalen Polizisten nach und nach der Sohn des Lichts wird und wie sich sein Team bildet. Anfänglich noch sehr oft auf sich allein gestellt, muss dieser Sinclair noch jede Menge lernen und hat teilweise mehr Glück als Verstand. Weiterlesen

Sinclair Classics: 15: Die Bräute des Vampirs

Mit Folge 15 der SINCLAIR CLASSICS will ich irgendwie nicht warm werden. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass einfach in der aktuellen Serie zu viele Highlights erschienen sind, als dass diese Geschichte mich mitreißen oder gar fesseln kann. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass „Die Bräute des Vampirs“ einfach eine nicht sonderlich kreative Folge ist. Egal wie, wir haben sowohl in der Classics- als auch in der Standard-Serie schon bessere Folgen gehört, und diese wirkt ein wenig wie ein Lückenfüller, der dafür herhalten muss, dass John sich mit seinem Kreuz vertraut macht…
Einige Einzelereignisse treffen hier in teilweise wirrer Schnittreihenfolge zusammen, sodass man relativ schnell den Überblick verliert, was denn nun eigentlich die Haupthandlung ist. Ein paar Gefangene planen, bei einem Transport von einer Haftanstalt in die andere zu fliehen. Dazu gibt es ein paar Fluchthelfer, die außerhalb warten und im entscheidenden Moment zugreifen wollen. Dazu kommt es aber nicht, weil ein anderes Fahrzeug den Gefangenentransporter unterwegs rammt und dafür sorgt, dass die Gefangenen auch ohne fremde Hilfe erst einmal weggekommen wären.
Warum diese sich anschließend daran machen, den Wagen, der sie gerammt hat, zu verfolgen, ist nicht wirklich klar, insbesondere, nachdem einer der Gefangenen sicher ist, dass er eine blutende Frau auf dem Beifahrersitz gesehen haben will…
Bei einem Escort-Service verschwinden hintereinander zwei Damen, eine dritte sucht bei ihrem Chef Schutz, denn sie und ihre Kolleginnen tragen ein Geheimnis mit sich, das seinen Ursprung bei einer Reise nach Transsylvanien hat…
Sinclair wird von New Scotland Yard gerufen, um die verschwundenen Mädchen zu suchen, und stolpert dabei nach ein paar wenigen, relativ ereignislosen Ermittlungen ins Nest des Obervampirs, wo sich inzwischen allerhand Gefolge angesammelt hat…
Das Hauptproblem an „Die Bräute des Vampirs“ ist wahrscheinlich, dass die Handlung über zu lange Zeiträume einfach nur belanglos wirkt, die Folge abgesehen vom großen Showdown an Höhepunkten geizt und die Erzählweise recht durcheinander wirkt. Keine Frage, Produktion und Sprecher sind wieder auf Top-Niveau, aber die Geschichte an sich weiß nicht zu überzeugen, und das liegt sicherlich nicht hauptsächlich daran, dass Dennis Ehrhardt die Romanvorlage wieder sehr frei interpretiert, sondern vielmehr daran, dass hier einfach zu viel auf einmal passiert, was in keine wirklich spannende Reihenfolge gebracht werden kann.

Sinclair Classics: 14: Dämonos

‚Dämonos‘ lautet der Titel der vierzehnten SINCLAIR CLASSICS-Folge. Wie es der Zufall so will, erscheint diese Classics-Folge im Vorfeld zur Kreuz-Trilogie in der normalen Serie John Sinclair. Inhaltlich dreht sich ‚Dämonos‘ um eine alte babylonische Gottheit, die, wie es der Zufall so will, ein berechtigtes Interesse an Johns Tod hat. Aber das ist bei weitem noch nicht alles.
Als die Leiche von Garry Santer aus der Themse gezogen wird, erhält John Sinclair eine Nachricht. Leichen in der Themse sind nicht wirklich eine Seltenheit, aber bei Garry Santer handelt es sich um den Mann, der vor gar nicht allzu langer Zeit bei Johns Eltern vor der Tür stand und unter Vortäuschung falscher Tatsachen die Herausgabe des magischen Kreuzes erschlichen hat. John will nun herausfinden, wer hinter dem Mord (denn Santer wurden beide Augen herausgeschnitten) und dem Diebstahl des Kreuzes steckt.
Garry Santer war von Beruf Privatdetektiv, und somit macht sich John daran, Santers letzte Fälle zu verfolgen. Dabei stößt er auf die Akte der vermissten Teenagerin Cindy Nichols, die häufig in einem Strip-Club verkehrt hat. Eine weitere Akte über eine alte babylonische Gottheit führt John in direkter Folge zu Dr. Radcliff, einen Sprachwissenschaftler, der ebenfalls in besagtem Strip-Club gastierte und in Beziehung zu Cindy gebracht werden kann. Sinclair versucht, einen Sinn hinter der gesamten Geschichte zu finden…
‚Dämonos‘ ist eine dieser Folgen, die weniger etwas von einer Action-Horror-Geschichte haben, als vielmehr von einem Krimi mit einem Horror-Finale. Spannung wird hier definitiv erzeugt, allerdings nicht in klassischer Sinclair-Manier, sondern eher in Bezug auf die Frage, wie die Handlung wohl weiter gehen wird.
Über die gesamte Dauer vermisst man ein wenig den Horror, wird letztendlich aber durch die gelungene Auflösung am Schluss mit einigen Querverweisen zu noch kommenden Ereignissen entschädigt.
Produktionstechnisch ist ‚Dämonos‘ in gewohnt professioneller Weise ausgeführt worden, weder im Bereich der Effekte, Geräusche oder Hintergrundmusik, noch auf Sprecherseite werden sich auch nur die kleinsten Fehler geleistet. Inhaltlich ist ‚Dämonos‘ sicherlich eine der Folgen, die von größerer Wichtigkeit sind, allerdings hat sich Dennis Ehrhardt schwer getan, dieses deutlich zu machen. Die eigentlichen Bezüge zwischen der Classics-Serie und der aktuellen John Sinclair-Reihe werden erst deutlich, wenn man sich die Kreuz-Trilogie angehört hat, dann aber macht diese nette Spielerei doppelt Spaß. Wir sind gespannt, wie sich John zukünftig in der Classics-Reihe mit seiner neuen Bewaffnung schlagen wird.

Sinclair Classics: 13: Amoklauf der Mumie

Professor Cornelius gelingt es, die geheime Grabkammer des ägyptischen Herrschers An Chor Amon zu finden. Doch schon in der Grabkammer merkt man, dass sich Cornelius verändert hat. Skrupellos geht er über Leichen, um die Mumie nach London zu schaffen und dort bei einer großen Ausstellung seinen Fund zu präsentieren. Was er aber nicht weiß: An Chor Amon ist verflucht, die Mumie ist bereits zu unheiligem Leben erwacht und wartet nur darauf, sich an den Lebenden zu rächen…
‚Amoklauf der Mumie‘ beschreibt tatsächlich mehr vom Amoklauf der Mumie, als von Sinclair (Dietmar Wunder) selbst. Mehr oder weniger zufällig stößt sein Freund Bill Conolly (Detlef Bierstedt) auf merkwürdige Fakten bezüglich der Expedition, und mit Tessa Mallay (Christine Pappert) als Gesprächspartnerin im Museum rettet er genau diejenige, die Cornelius noch im Weg ist. Und so rennen Conolly und Sinclair in erster Linie in dieser Folge den Spuren der wütenden Mumie hinterher, und erst beim großen Showdown in einer kleinen Waldhütte kommt es zur Begegnung zwischen Mumie und Geisterjäger.
Die neue Folge der SINCLAIR CLASSICS – Reihe schwächelt inhaltlich ein wenig. Vieles der Geschichte wirkt wie schmückendes Beiwerk, um das Hörspiel auf eine gewisse Länge zu strecken, zudem erscheint es zumindest dem Geisterjäger-Laien so, als ob die Auflösung des Falls alles andere als sicher ist.
Als wichtigster Gastsprecher darf natürlich Peter Weis nicht unbenannt bleiben, dessen Stimme vielen sicherlich aus diversen Hörspiel-Serien bekannt ist. Auch Dietmar Wunder als John Sinclair macht wieder einen überzeugenden Eindruck, Detlef Bierstedt spricht den Bill Conolly inzwischen mit absoluter Routine.
Die Produktion der Folge ist standardmäßig auf hohem Niveau, wobei gerade dieses Mal erstaunlich wenig Splatter-Effekte verwendet werden, bedingt dadurch, dass vom Morden der Mumie nur relativ wenig zu hören ist, sondern vielmehr hinterher davon berichtet wird.
‚Amoklauf der Mumie‘ ist ein durchweg routiniertes Produkt aus der Reihe Sinclair Classics, das allerdings ohne großartige Höhen auskommt, dabei aber auch keine Schwächen zeigt. Es gab definitiv schon spannendere Folgen, in der „normalen“ Sinclair-Reihe aber auch schon deutlich schwächere.

John Sinclair Classics: 12: Das Höllenheer

…und somit wären wir bei der aktuellen Folge aus der Reihe JOHN SINCLAIR CLASSICS angekommen (wobei Folge 13 schon fast in den Startlöchern steht). Mit ‚Das Höllenheer‘ erfolgt die nächste Änderung der Serie, die diesmal zwar nicht direkt hörbar ist, aber durchaus erkennbar: Regisseur Dennis Ehrhardt nimmt sich in Folge 12 auch des Hörspielskripts an, und somit kann er schon im Vorfeld seine Ideen besser im Skript unterbringen. Die Folge: ‚Das Höllenheer‘ wirkt wie aus einem Guss. So kann es gerne weiter gehen. Erstmals hat man auch das Gefühl, dass hier nicht nur ein einzelnes Abenteuer erzählt wird, sondern dass es sich um eine fortlaufende Geschichte handelt. Dabei müssen wir zwar gleich zu Beginn ein paar logische Fehler in Kauf nehmen, aber da drücken wir mal das „aller Anfang ist schwer“-Auge zu.
John und Bill sitzen im Auto und beobachten ein Haus. Bill Conolly hat aus einer seiner Quellen erfahren, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen soll, und entsprechend hat er seinen Freund vom Scotland Yard mitgenommen. Die beiden unterhalten sich über Bills frische Liebe zu Sheila, und John witzelt bereits, ob denn wohl schon Handschellen (Eheringe) in Planung wären. Huch, waren die beiden nicht unlängst noch auf einem Kreuzfahrtschiff mit einem Vampir unterwegs, und da waren Bill und Sheila bereits verheiratet?!?
Wie so ein logischer Fehler in ein Hörspiel rutschen kann, entzieht sich meinem Verständnis. Für die weitere Geschichte ist das zwar nicht von Belang, aber es drückt ziemlich auf die Atmosphäre, wenn man das Gefühl hat, eine nicht stringente Abfolge der Ereignisse vorgesetzt zu bekommen. Weiter im Text.
Ein Mann kommt vorgefahren und liefert den Körper einer Frau ab, die scheinbar leblos ist. Während John beschließt, ins Haus zu schleichen, soll Bill die Verfolgung des Lieferanten übernehmen, der gleich wieder ins Auto gestiegen ist.
Während Bill sich nach kurzer Zeit eine wilde Verfolgungsjagd durch die Straßen von London liefert, nachdem er entdeckt wurde, wird auch John noch vor dem Betreten des Hauses gestellt und in den Keller des Hauses gebracht, wo die Frau, die inzwischen ein untotes Leben entwickelt hat, den Befehl erhält, John umzubringen…
Im weiteren Verlauf des Hörspiels stellt sich heraus, dass es sich hier um Anhänger des Kali-Kults dreht, und dass der geheime Informant von Bill ein gewisser Mandra Korab ist (siehe auch John Sinclair 78 „Die Todesgöttin“), der schon länger den Kampf gegen die indische Gottheit aufgenommen hat und in John einen Mitstreiter sieht, der zwar eine Menge Potential hat, aber noch recht weit am Anfang seiner Karriere als Kämpfer gegen das Böse steht (womit er ja auch Recht hat).
Das Hörspiel endet mit einem unglaublich guten und überraschenden Cliffhanger. Hier wird auf einen neuen Feind hingewiesen, der John noch bevor die beiden im Kampf miteinander stehen, gleich eine empfindliche Niederlage beibringt.
Sollte ‚Das Höllenheer‘ (Warum eigentlich dieser Titel? Die Diener der Kali haben doch eigentlich nichts mit der Hölle zu tun, oder?) wegweisend sein für den weiteren Verlauf der JOHN SINCLAIR CLASSICS, kann man sehr optimistisch sein, wie es zukünftig weiter geht.

John Sinclair Classics: 11: Der Blutgraf

Zweite Folge für das neue Team, elfte Folge in den JOHN SINCLAIR CLASSICS: ‘Der Blutgraf’ ist die bislang dünnste Geschichte der Serie. Leider verpassen es die Macher hier, einer interessanten Geschichte die nötige Spannung zu verleihen. Vielmehr wirkt alles ein wenig wie „schnell heruntergerattert, damit man bald am Ende ist“. Wie der Titel schon verspricht, geht es hier um einen weiteren Vampir, der sein Unwesen Dracula-mäßig in einem Schloss getrieben hat. Allerdings läuft es dieses Mal etwas anders ab.
Die Folge startet mit einem Rückblick, bei dem erzählt wird, wie vor langer Zeit das Schloss des Vampirs Graf Tomaso von einem wütenden Mob niedergebrannt wird. Man ist sich sicher, damit auch den Vampir erwischt zu haben, den man leider in seinen Gemächern nicht auffinden konnte.
Jahre später stoßen der Archäologieprofessor Dr. Fulmer sowie seine Studenten Seymour Destry und Susan Miller auf einen Sarkophag in der Ruine, den sie gemeinsam öffnen und darin den nicht verwesten Leichnam des Grafen finden. Destry, der in diesem Moment plötzlich seltsame Verhaltensweisen an den Tag legt und den Professor niederschlägt, beschließt, dass sie den Sarkophag mitsamt Inhalt mit nach Amerika nehmen werden. Die wertvolle Fracht wird an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gebracht. Ebenfalls mit an Bord: Bill Conolly und seine Frau Sheila (Wann die beiden geheiratet haben? Gute Frage, darauf gehen wir in der nächsten Folge näher ein…) sowie Geisterjäger John Sinclair, der seinen lange verdienten Urlaub angetreten ist. Doch mit der Ruhe und Erholung soll es auch dieses Mal nichts werden, wen wundert es, wenn im Frachtraum ein ausgehungerter Vampir erwacht…
Der Rest ist schnell erzählt: Tomaso verwandelt Susan Miller, die vorher durch Zufall auf Sheila Conolly getroffen ist. Sie haben sich für ein gemeinsames Abendessen mit Bill und John verabredet, wo Sheila Susan mit John verkuppeln wollte. Als diese nicht auftaucht, geht Sheila hin und gerät ein weiteres Mal in Lebensgefahr. Das bekommen Bill und John aber erst später mit, denn zunächst einmal tauchen mehrere Vampire auf, die aus der Bordcrew bestehen: der Graf hat sich im Frachtraum einen kleinen Snack gegönnt und gleich ein paar willige Diener erschaffen. Gemeinsam mit dem Kapitän des Schiffs versuchen die beiden, wieder für Ordnung zu sorgen…
Kaum, dass die Action an Bord der Cormoran gestartet ist, hört sie auch schon wieder auf. Sehr geradlinig, ohne jegliche Überraschung oder Schrecksekunden, hat man das Gefühl, dass John und Bill inzwischen schon so sehr an den Kampf gegen das Böse gewöhnt sind, dass sie es scheinbar im Vorbeigehen erledigen. Die Lösung des Abenteuers erfolgt auch fast schon zu sehr wie ein Zufall. Wo die bisherigen Classic-Folgen vor allem durch ihre Spannung punkten konnten, ist hier davon nur sehr wenig zu merken. Stattdessen wird die rasante Action-Kamera ausgepackt im Kopfkino. Hier und da hätte man sich dazu gewünscht, auch einmal kurz stehen zu bleiben und das Geschehen zu betrachten, aber dafür ist hier wohl kein Platz. Klaus Dieter Klebsch in der Rolle des Grafen Tomaso ist gut gewählt, schließlich hat er auch schon in den Serien Dorian Hunter und Jack Slaughter den Oberbösewicht mit Bravour mimen können.
Immer noch eine gute Produktion, allerdings ist hier erstmals das Skript nicht wirklich überzeugend in der JOHN SINCLAIR CLASSICS Serie.

John Sinclair Classics: 10: Die Insel der Skelette

Premiere bei JOHN SINCLAIR CLASSICS Folge 10 ‚Die Insel der Skelette‘: Frank Glaubrecht, der bislang in der Serie John Sinclair und in den ersten neun Folgen der John Sinclair Classics den Protagonisten gesprochen hat, wird durch Dietmar Wunder abgelöst. Dietmar Wunder, u.a. Synchronsprecher von Daniel Craig, klingt einfach etwas jünger, was der Geschichte ja klar zupass kommt, und er wirkt insgesamt auch eine Spur cooler und ungestümer, als das Glaubrecht tat. Grundsätzlich also eine verständliche Entscheidung, warum die allerdings erst mit Folge 10 kommt und nicht gleich zu Beginn? Das liegt wohl an anderen Änderungen in der Serie.
So ist auch hier erstmals nicht mehr Oliver Döring verantwortlicher Regisseur, sondern ab sofort hat Dennis Ehrhardt das Ruder in der Hand. Die Musik wurde ein wenig verändert, und ab sofort dient Alexandra Lange-Baehr als Erzählerin. Soviel zu den Änderungen. Das Ergebnis? Kann sich unserer Meinung nach sehr gut hören lassen, auch wenn gerade die Umbesetzung vom Sinclair-Sprecher natürlich eine gewisse Umgewöhnungsbereitschaft erfordert. Diese vorausgesetzt, ist die Serie aber auch weiterhin absolut spannend.
Gut, Ehrhardt muss sich erst ein wenig in das Sinclair-Universum einfinden, hat man das Gefühl, und so geht der Witz „Mein Name ist Michael Douglas“ gesprochen von Douglas-Stamm-Synchronsprecher Volker Brandt eher nach hinten los. Sieht man davon aber ab, bleibt eine spannende Geschichte um einen Geister-Piraten, der vor langer Zeit einen Pakt mit Asmodis abgeschlossen hat, der ihm ewiges Leben zugesichert hat, wenn er ihm einmal im Jahr ein Opfer bringen würde.
Nun hat sich gleich eine ganze Gruppe von Leuten mit diesem Geist eingelassen, denn auch ihnen wurde ewiges Leben versprochen. Was der Geist aber verschweigt, ist die Tatsache, dass sie die Ewigkeit als mordlüsternes Skelett verbringen werden.
John Sinclair wird zur Hilfe gerufen, um dem Treiben um die lebendigen Skelette ein Ende zu setzen. Der Geisterjäger ist vermeintlich gut vorbereitet, doch ob ein paar Magazine mit Silberkugeln ausreichen werden, um einer ganzen Meute von Skeletten Einhalt zu gebieten?
Spannend, flott erzählt und mit einem gut gelaunten neuen Sinclair-Sprecher macht die Folge ungemein Spaß. Die Erzählstimmen-Umstellung ist uns bereits aus der normalen Serie bekannt, entsprechend ist hier die Überraschung eher verhalten. ‚Die Insel der Skelette‘ bleibt dem Kern der Classics-Serie treu, und dementsprechend bleiben die Umstellungen für den Zuhörer im Rahmen, so sie denn bereit sind, ein paar Änderungen in Kauf zu nehmen. Dass mit dem Regiewechsel bei der normalen Serie mehr Grusel in die Serie kam und die Action etwas zurückgefahren wurde, kann man hier im direkten Vergleich mit den vorherigen Folgen nicht feststellen, aber Alexandra Lange-Baehr ist definitiv von ihrer Erzählstimme her deutlich atmosphärischer als Wolfgang Pampel, der dafür die dramatischere Stimme hatte.

John Sinclair Classics: 09: Die Nacht des Schwarzen Drachen

John Sinclair erhält einen Anruf von seinem alten Freund Li Tse Feng. Dessen Tochter ist verschwunden, und der schwer reiche Mann fürchtet jetzt um ihr Leben. Es soll mehr oder weniger zufällig genau in John Sinclairs Aufgabengebiet passen, denn zunächst ahnt niemand, dass hinter der Geschichte eine dämonische Wesenheit steckt, die dem asiatischen Kulturkreis entspringt. ‚Die Nacht des Schwarzen Drachen‘ rückt näher, und mit ihr die Gefahr für John Sinclair und seinen neuen Begleiter, der ihm von Li Tse Feng zur Seite gestellt wird…
In den Kreisen des Scotland Yard ist schon seit längerer Zeit die Rede von einem Geheimbund des Schwarzen Drachen, der in der Londoner Unterwelt zunehmend an Macht und Einfluss gewinnt. Entsprechend ist John auch sehr schnell bereit, seinem Freund zu helfen. Doch schon kurz, nachdem er mit Li Tse Feng gesprochen hat, beschleunigen sich die Ereignisse. Ein Leibwächter bringt eine Kiste zu seinem Herrn, die den Leichnam seiner Tochter Suzie enthält. Dazu gibt es eine Botschaft, die auf den Schwarzen Drachen verweist.
Während John und der Leibwächter Suko (jetzt ist die Katze aus dem Sack) unterwegs sind, um Suzies Freund zu befragen, erhält Li Tse Feng einen Anruf seines alten Freundes Li Wang. Die beiden sind wie Brüder aufgewachsen und nun stellt sich auch heraus, dass Li Tse Feng durchaus mehr über die Legende des Schwarzen Drachen weiß, als er zugeben wollte. Er ist nämlich im Besitz einer Waffe, die den Dämon bezwingen kann. Er soll sich dem Drachengott unterwerfen, damit dieser seine Tochter von den Toten auferstehen lassen und sie zur Frau nehmen kann. Doch Li Tse Feng hat eigene Pläne…
John und Suko nehmen ebenfalls die Spur des Geheimbundes auf, die sie direkt in die Höhle des Löwen führen soll… Es kommt zum großen Showdown, und erstmals merkt Sinclair, dass Silberkugeln nicht immer das bewirken, was er sich davon erhofft…
Neben dieser letzten Erkenntnis ist ebenfalls unerlässlich zu erwähnen, dass in dieser Folge Johns Mutter Mary endlich das Silberkreuz Hesekiels findet. John weist sie an, das Kreuz auf keinen Fall per Post zu verschicken, da der Verlust undenkbar wäre, und sagt ihr, dass er sich das gute Stück schnellstmöglich abholen würde. Wann genau das passiert, wissen wir nicht.
Eine letzte Randnotiz zu diesem Teil der Serie sei noch gewährt: ‚Die Nacht des Schwarzen Drachen‘ ist die letzte von Oliver Döring bearbeitete Folge der Classics-Reihe, und auch für den Sinclair-Sprecher Frank Glaubrecht soll dies zumindest bei den Classics der letzte Auftritt gewesen sein. Näheres dazu erfahrt ihr in der Rezension zu Folge 10.

John Sinclair Classics: 08: Das Rätsel der gläsernen Särge

Man könnte fast schon auf den Gedanken kommen, Sheila Hopkins ist verflucht. Erst wird ihr Verlobter von einem Dämon besessen und sie steht plötzlich in Lebensgefahr, und gar nicht so viel später steckt sie erneut in großen Schwierigkeiten, die nicht aus der diesseitigen Welt drohen. Zu ihrem Glück ist ihr neuer Freund der beste Freund eines gewissen Geisterjägers…
Sheila Hopkins befindet sich im Beerdigungsinstitut von William Abbot. Eine Freundin von ihr ist verstorben, und sie will sich verabschieden. Die Frau wurde in einem gläsernen Sarg aufgebahrt, und Sheila ist sich sicher, dass sie eine Bewegung erkennt. William Abbot erklärt ihr, dass durch ausweichende Gase und ähnliches durchaus ab und zu Bewegungen bei einem Leichnam erkannt werden können, aber sie ist sich sicher, dass das nicht die Ursache gewesen ist. Als sie wenig später mit ihrem Freund Bill Conolly bei Dr. Meredith vorbeifährt, der den Tod der Frau festgestellt hat, ahnt sie nicht, dass sie sich und Bill damit in Lebensgefahr bringt, denn Dr. Meredith ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot und wird von ein paar Ghouls verspeist. Bill hat das Pech, genau in diesem Moment reinzuplatzen. Zwar kann er den Leichenfressern entkommen, aber zurück an seinem Auto erkennt er, dass Sheila verschwunden ist… Er flieht, um Sinclair um Hilfe zu bitten…
Auch, wenn ich mich zu wiederholen drohe: es ist nach so vielen Folgen der normalen John-Sinclair-Reihe, in denen John im Zweifelsfall sein Kreuz aus der Tasche zieht, die Erzengel anruft und damit die Situation rettet, immer wieder ein Genuss, wenn der Geisterjäger in der Classics-Reihe auf Wesen trifft, von denen er maximal etwas gelesen hat, allerdings bislang noch keine persönlichen Erfahrungen sammeln konnte und entsprechend auch gar nicht weiß, ob seine Waffe im Kampf gegen das Böse (die mit Silberkugeln geladene Beretta) auch wirklich ihre Wirkung erzielt. Im Folge 8 ‚Das Rätsel der gläsernen Särge‘ trifft Sinclair nun das allererste Mal auf Ghouls. Atmosphärisch unglaublich gelungen, mit einer ganz großen Portion Ekel (was bei Ghouls nicht weiter überrascht), kann er auch hier wieder in letzter Sekunde schlimmeres vermeiden…
Und langsam bekommt man das Gefühl, dass sich der Geisterjäger zunehmend mit seiner Rolle abfindet und bereit ist, den Kampf gegen dämonische Wesen aufzunehmen. Ganz allmählich beginnt er nämlich, einen Riecher dafür zu entwickeln, in welche Richtung die Reise gehen könnte, und geht nicht mehr völlig blauäugig ans Werk…
Als Gastsprecher ist Kaspar Eichel in der Rolle des William Abbot zu hören. Er schafft es, seinem Charakter innerhalb kürzester Zeit genug Tiefe zu verleihen, um als vollwertiger Gegenspieler von Sinclair zu wirken. Eine weitere, absolut gelungene Folge, die Lust auf mehr macht.

John Sinclair Classics: 03: Dr. Satanos

In Folge 3 der JOHN SINCLAIR CLASSICS, “Dr. Satanos”, erfahren wir eine Geschichte, die stark an die Frankenstein-Idee erinnert. Doch ehe der Zuhörer das im Einzelnen mitbekommt, benötigt die Story ein wenig Zeit um sich zu entfalten. Alles beginnt mit einem Kopf!
Alwine Jackson findet auf ihrem Heimweg den abgetrennten Kopf eines Mannes. Konstabler Brown, dem sie dies mitteilt, stellt den Körperteil wenig später sicher und verwahrt ihn. Dass sich dieser Kopf beim Auffinden noch bewegt hat, hat die Frau allerdings verschwiegen…
Das ist auch der Grund, warum bei Mrs. Jackson in der Nacht eingebrochen und nach dem Kopf gesucht wird, und weil sie nun weiß, wer hinter der Sache steckt, wird sie umgebracht. Auch beim Konstabler wird nachts eingebrochen, doch er wird davon wach und stellt den Einbrecher im Garten. Es handelt sich um Tom, einen Buckligen, der als Diener auf einem anliegenden Schloss beschäftigt ist. Nun hat er eine direkte Verbindung zwischen dem abgetrennten Kopf, der Leiche von Alwine Jackson und dem alten Schloss, in dem seit geraumer Zeit ein Wissenschaftler wohnt, den die Leute im Ort nur Dr. Satanos nennen. Die Tatsache, dass hier seit etwa gleich langer Zeit auch mehrere Leute als vermisst gemeldet wurden, lässt Konstabler Brown Scotland Yard einschalten, und so geschieht es, dass John Sinclair plötzlich auf dem Plan steht…
Ein weiteres Mal stürzt John Sinclair in eine phantastische Geschichte, die er sich irgendwie noch „mit natürlichen Dingen zugehend“ erklären kann, auch wenn die Vorstellung, dass hier Köpfe auf andere Körper transplantiert werden und fremdbestimmt werden, etwas befremdlich klingen mag. Nichtsdestotrotz wird die Story spannend erzählt, und der angehende Sohn des Lichts gerät ein weiteres Mal in eine Situation, die durchaus tödlich sein kann.
Langsam aber sicher nehmen die Geschichten an Fahrt und Dramatik zu, und es wird immer „geheimnisvoller“ für den Inspektor beim Scotland Yard. Es wird allem Anschein nach nicht mehr allzu lange dauern, bis aus dem Inspektor der Geisterjäger wird.
An der Produktionsqualität der Serie gibt es weiterhin nichts auszusetzen, die Folge „Dr. Satanos“ mangelt allerdings ein wenig an Spannung und ist insgesamt sehr vorhersehbar, bedingt dadurch, dass die Frankenstein-Geschichte hinreichend bekannt ist. Ein Querverweis von Dr. Satanos zu Dr. Orgow (John Sinclair Classics 1) sollte allerdings auch nicht gänzlich unerwähnt bleiben. Damit zeigt sich allerdings, in wie weit hier auch eine fortlaufende Geschichte erzählt wird.

John Sinclair Classics: 07: Die Töchter der Hölle

JOHN SINCLAIR CLASSICS wird geschichtlich. In Folge 7 ‚Die Töchter der Hölle‘ dreht sich alles um Elisabeth Bathory. Oh, sie heißt Elizabeth Bathorny? Vergesst das mit dem geschichtlichen Hintergrund, ich nehme alles zurück. Die Querverweise zur Legende über die sogenannte „Blutgräfin“ dürften aber keinesfalls zufällig sein…
Wie auch immer: Elizabeth Bathorny wurde vor vielen vielen Jahren von einem Gericht zum Tode verurteilt und umgebracht. Angeblich spukte es in ihrer Gruft, sodass diese dann irgendwann durch eine Betonplatte gesperrt wurde. Eine späte Nachfahrin der Lady (nicht Gräfin!!!) hat nun eine Möglichkeit gefunden, ihre Ur-Ur-Ur-Irgendwas-Ahnin durch schwarze Magie zurück unter die Lebenden zu führen, doch dazu benötigt sie eine Menge Blut. Eines ihrer Opfer, ein Journalist, kann entkommen und wendet sich an seinen Freund Bill Conolly, der wiederum die Geschichte an John Sinclair weiterträgt. Gemeinsam mit Bill will der Geisterjäger schlimmeres Unheil verhindern, und nach den Erfahrungen auf dem Friedhof der Vampire geht er auf keinen Fall ohne seine mit Silberkugeln bestückte Beretta aus dem Haus. Eine gute Entscheidung, wie sich noch zeigen wird…
Folge 7 ist ein wenig Klischee-überladen. Lady Cheldman hat selbstverständlich einen Diener, der ihr geradezu wie ein Hund ergeben ist und für seine treuen Dienste, die weit über das Legale hinausgehen, mit körperlicher Liebe entlohnt wird. Die Lady ist von ihrer Aufgabe dermaßen besessen, dass ihr jedes Mittel recht zu sein scheint. Sie scheut nicht davor, ihren Körper hinzugeben, ihr eigenes Blut zu opfern, auch der Tod ihres Mannes erscheint als tragbarer Verlust. Ansonsten ist die Geschichte sehr geradlinig und bietet kaum Überraschungen oder neue Erkenntnisse, außer dass es erneut klare Verweise auf Sinclairs Rolle als Sohn des Lichts gibt.
Der Vollständigkeit halber sollte man auch diese Folge gehört haben, in der Reihe um die JOHN SINCLAIR CLASSICS meiner Ansicht nach aber eher eine der inhaltlich schwächeren Folgen, was der Produktionsqualität allerdings keinen Abbruch tut…

Sinclair Classics: 02: Mörder aus dem Totenreich

Folge 2 der JOHN SINCLAIR CLASSICS mit dem Titel ‚Mörder aus dem Totenreich‘ ist die erste eigentlich neue Folge der Serie. Und es geht gleich fulminant los. In London wird eine bekannte Schauspielerin dabei beobachtet, wie sie mit einem Schwert Amok läuft und mehrere Zivilisten tötet oder verletzt, bevor sie wie vom Erdboden verschluckt ist. Ähnliches trägt sich kurz darauf in New York zu. Bill Conolly, der in seiner Funktion als Reporter in London vor Ort ist, macht eine erstaunliche Feststellung auf seinen Fotos, die ihn direkt zum New Scotland Yard führt, wo sein alter Freund John Sinclair für mysteriöse Fälle zuständig ist…
Gemeinsam ermitteln die beiden, um eventuelle Zusammenhänge zwischen den beiden Taten herauszufinden, und nach einiger Recherche finden sie heraus, dass die beiden Amokläufer zusammen mit einem dritten vor kurzem einen Ausflug in Mexico City unternommen haben, der zu einem alten Maya-Tempel führte. Der Reporter und der Inspektor machen sich auf den Weg, um diesen dritten Mann zu befragen, ob ihm etwas Besonderes aufgefallen wäre, und werden von diesem nach ein paar gewechselten Worten ebenfalls mit einem Schwert angegriffen, bevor auch dieser Mann verschwindet. Alle Spuren führen nach Mexico City, wo bereits auf den Sohn des Lichts gewartet wird…
Die Produktion ist wie aus dem Hause Lübbe Audio gewohnt bombastisch, es wird nicht mit Soundeffekten oder Schockmomenten gegeizt. Der eigentliche Reiz für Sinclair-Fans liegt darin, dass der Ermittler zum Zeitpunkt der Handlung noch nicht viel Erfahrungen mit dem Übernatürlichen gesammelt hat und in seiner Geisterjäger-Karriere noch gänzlich am Anfang steht. Auch die zwischenmenschlichen Zusammenhänge mit seinen späteren Freunden sind bei weitem noch nicht so stark gefestigt (in dieser Folge stellt sich zum Beispiel Glenda Perkins als neue Sekretärin bei Sinclair vor).