Magic – The Gathering: Düstermond (Wizards Of The Coast)

duestermondIst es eigentlich absolut professionelles Marketing, oder aber einfach nur Zufall, dass in der Woche, in der der neue Block “Düstermond” erscheint, draußen des Nachts der Mond in ganzer Fülle am Himmel strahlt? Uns ist das ziemlich herzlich egal, es passt nur ganz hervorragend zu diesem ebenfalls hervorragenden Block. Zum Testen wurden uns diverse Booster sowie zwei Intropacks zur Verfügung gestellt, und wir wollen uns entsprechend vornehmlich um letztere zwei kümmern, euch aber auch die eine oder andere Karte vorstellen, die wir (glücklicher Weise) in den Boostern gefunden haben.


duestermond_GWDa wäre zum einen das rot-blaue Deck „Gefährliches Wissen“. 14 Kreaturen, 21 Spontanzauber und Hexereien, und dazu 25 Länder. Was auf den ersten Blick nach einer denkwürdigen Zusammensetzung klingt, macht deutlich mehr Sinn, wenn man sich anschaut, worauf das Ganze abzielt, denn alle Kreaturen erhalten in Form von Bravour oder „Immer wenn du einen Spontanzauber oder eine Hexerei wirkst, …“ einen Bonus bzw. wirken einen Effekt. Das in Kombination mit den zu spielenden Zaubereien kann durchaus dynamisch werden, denn auch die Manakurve zielt auf ein schnelles Spiel hin. Als Rare-Karten liegen der Frost-Nibilis und der Chaosschwelger bei.

 

duestermond_BADas grün-weiße Deck „Bewaffnete Abwehr“ ist hierzu im direkten Vergleich deutlich Einsteiger-freundlicher. Jede Menge Kreaturen (eine Vielzahl davon Menschen, die sich gegenseitig unterstützen), ein paar Ausrüstungen, Verstärkungszauber und Verzauberungen. Frei nach dem Motto „Spiele deine Kreaturen aus und pump sie schnellstmöglich auf, sodass der Gegner mit seinem Angriff nicht mehr durchkommt und du im Gegenzug eine starke Angriffstruppe hast“. So klar die Taktik hier auch ist, umso weniger verständlich empfinde ich dafür hier die beiden Rare-Karten. Der Ulvenwald-Beobachter wird erst interessant, wenn Kreaturen mit Widerstand 4 oder mehr auf der eigenen Seite sterben (und dafür müssen die meisten Kreaturen erst einmal aufgepumpt worden sein), und auch Emrakuls Evangelist ist erst dann wirklich interessant, wenn man mehrere sehr kleine Kreaturen mit ihm zusammen opfern kann, um für jede auf diese Weise geopferte Karte einen 3/2-Eldrazi-Schrecken-Spielstein zu erhalten. Aber die kleinen Kreaturen will man hier ja gar nicht loswerden, sondern verbessern…

Bekanntlich liegen den Intro-Decks jeweils 2 Booster bei, mit deren Inhalten ihr euer Deck noch aufbessern könnt, wenn ihr wollt. Bei den insgesamt vier Boostern + vier weiteren zu Testzwecken hätte ich hier zwar nur eine bedingte Verbesserungs-Ausbeute gehabt (zum Beispiel den Champion des Reiherschwarms oder den Selbstlosen Geist für das „Bewaffnete Abwehr“-Deck oder aber den Identitätsdieb fürs „Gefährliches Wissen“-Deck. Letztendlich war dann mit „Tamiyo, Feldforscherin“ noch eine der mächtigsten Karten mit dabei. Tamiyo ist Planeswalker und ermöglicht zunächst über ausgewählten Kampfschaden das zusätzliche Ziehen von Karten, kann gegnerische Kreaturen tappen, oder aber später ein Emblem erstellen, mit dem alle Spruchkosten zukünftig entfallen. Heftig! Die Kombination weiß-grün-blau ist allerdings auch eher untypisch.

Design-technisch ist DÜSTERMOND ein wirklich genialer Block, die Karten sind alle sehr ausdrucksstark, und als Erweiterung der auch schon in Schatten über Innistrad vorhandenen Wendekarten gibt es hier sogar Wendekarten, die sich aus zwei Einzelkarten zusammensetzen und damit eine riesige Karte bilden. Ungewohnt, aber das macht wirklich ordentlich was her. Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit diesem Block.

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