Narvik – Ascension to Apotheosis (Folter Records)

narvik-ascension-to-apotheosisEin unheilvolles Intro stimmt auf die aktuelle Narvik-Scheibe Ascencion to Apotheosis ein. Was genau da auf einen zukommt erfährt man allerdings erst im Verlauf des Albums, das an Stärke aus meiner Sicht von Song zu Song zunimmt. Endlich mal wieder eine ordentliche Black Metal Scheibe aus deutschen Landen und ein klares Signal, dass man für eine gute Scheibe schon lange nicht mehr aus einem skandinavischen Land jenseits des Polarkreises kommen muss.

Zehn Jahre ist es her, dass die Band Narvik das Licht der Welt erblickt hat. Mit Ascension to Apotheosis hat das Freiburger Trio nun sein zweites Album produziert. Das Teil ist zugegeben kein einfaches Werk, aber wer würde das bei einem derart philosophischen Titel auch erwarten. Wer einfache Strukturen mit wohlklingenden Sequenzen in der Reihenfolge Strophe – Refrain – Strophe sucht, ist hier jedenfalls falsch am Platz.

Ein Album, dass Atmen muss

Bewusst aus dem Rahmen fallende disharmonische Akkorde, Gitarrenläufe, die einem das Blut gefrieren lassen und ein bissiger Gesang. Das sind die Zutaten des neuen Albums. Song Nummer zwei Wounds of Aspiration legt nach dem eher zurückhaltenden Intro direkt los und gibt den Ton der restlichen Scheibe an. Zugegeben Ascension of Apotheosis hat einen Moment gebraucht, um sein Bouquet zu entfalten. Es brauchte Zeit, mit dem Album einigermaßen warm zu werden, die Geduld hat sich aber ausgezahlt. Was mir bereits beim ersten Durchlauf aufgefallen ist. Die Scheibe wird zum Ende hin immer stärker und gewinnt an Güte – wie ein guter Rotwein.
Texte, sind ja bekanntlich nicht so mein Thema. Auch Ascension to Apotheosis macht da keine Ausnahme. So akademisch-philosophisch und ausgefeilt die Texte, teilweise in deutscher Sprache, auch sein mögen, an mir geht das nahezu spurlos vorbei. Wer sich allerdings mit Themen wie „Selbstvergöttlichung“ und „Transformation durch Tod“ interessiert, wird hier sicherlich fündig.
Ascension to Apotheosis stellt ein solides und gut produziertes Album dar, dass allerdings zu Bedinn nicht einfach zu greifen ist. Wenn man sich aber die Zeit genommen hat, wird man nach vier, fünf Durchläufen feststellen, wie reichhaltig das Album doch ist. Für den kurzweiligen Genuss ist das Album allerdings nicht die richtige Wahl. Soll es aber auch gar nicht sein.

Scheibeninfos:
Band: Narvik
Titel: Ascension to Apotheosis
Label: Folter Records
Releasedate: 27. Mai 2016

Trackliste:
1. Invokation II (3:06)
2. Wounds of Aspiration (5:32)
3. Geist zu Scherben (4:51)
4. Psychotic Redeemer (5:28)
5. Fecundity of Death (4:28)
6. Berstende Säulen (4:44)
7. The Shore (5:36)
8. Barren Semen (7:37)
Gesamtspielzeit: 41:22

Homepage: www.narvik.de
Facebook: https://www.facebook.com/Narvik

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