Cretin – Stranger (Relapse Records)

cretin_1500Dass Cretin Musik machen, die nicht aus diesem Jahrzehnt stammt, hört man sofort. Und beim lesen der Biographie wird man schnell fündig. Gegründet 1992. Zehn Jahre nach den mighty Napalm Death, aber mit der selben Wut im Bauch. Extremer Metal in seiner reinsten Form – hart und kompromisslos. Nach nun bereits ganzen Acht Jahren, seit ihrem Debüt „Freakery“ kommen Cretin mit „Stranger“ daher. Und auch hier hört man deutlich wo ihre Wurzeln liegen.

 

Die Aufnahmen erinnern mich stark an alte Scheiben der Grindcorelegenden Napalm Death. Schöner 80iger Spirit. Das gefällt schon mal richtig gut. Der erste Song „IT“ legt die Messlatte bereits extrem hoch. Treibende Schlagzeugparts, die von gut gespielten Soli untermalt werden, bevor der ganze Song kippt und in einem Blastgewitter seinen Höhepunkt findet und er wieder in die Strophe zurückkehrt. Ganz schöne Berg und Talfahrt die Cretin hier abliefern. So zieht sich also dieses auf und ab quer durch die ganze Scheibe, was definitiv nicht zu ihrem Nachteil ist. Die Songs werden auch beim fünften und sechtsen Durchlauf nicht langweilig, denn immer wieder entdeckt der geneigte Hörer kleine versteckte Höhepunkte die dem Hörer ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Für ungeschulte Ohren kann es aber auch schnell zur Reizüberflutung kommen. Aber das ist bei dem Genre des Extremen Metals ja bekannt.

Napalm Death Jünger sollten hier auf jeden Fall zuschlagen. Aber auch Menschen die ihre Ohren einfach mal freipusten wollen!

Scheibeninfos:
Band: Cretin
Platte: Stranger
Label: Relapse Records
VÖ: 05.12.14

Trackliste:

1) It
2) Ghost Of Teeth And Hair
3) The Beast And The Drowning Bucket
4) Knights Of The Rail
5) We Live In A Cave
6) Sandwich For The Attic Angel
7) Stranger
8) Mister Frye, The Janitor Guy
9) Mary Is Coming
10) Honey And Venom
11) Freakery
12) They Buried The Lunchbox
13) Husband
14) How To Wreck Your Life In Three Days
Gesamtspiellänge: 32 Minuten

Facebook: http://www.facebook.com/Cretanic
Bandcamp: http://cretin.bandcamp.com/
Label: http://www.relapse.com/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *